Geschichte des LBV

Der Start
Im Jahre 1972 startete der erste schweizerische, berufsbegleitende Berufswahllehrer-Weiterbildungskurs. In enger Zusammenarbeit zwischen dem Schweizerischen Verband für Berufsberatung (SVB), der Arbeitsgemeinschaft der Lehrkräfte für Berufswahlvorbereitung (AGLB) und einzelnen Erziehungsdirektionen wurde damals dieser neue, zweijährige und berufsbegleitende Weiterbildungskurs geschaffen. Dies war vor allem den Bemühungen von Persönlichkeiten wie den Herren Dr. H. Käser (Zentralvorstand SVB), Raymond Broger (Nationalrat und Zentralpräsident des SVB), Paul Jenni (Regierungsrat Baselland) und Richard Beglinger (Rektor der Berufswahlschule Basel) zu verdanken.

Die Entwicklung der Kurse
In der Zwischenzeit haben Über 350 Lehrerinnen und Lehrer die Chance wahrgenommen und unsere hochstehenden Weiterbildungskurse absolviert. Sie unterrichten in vielen Kantonen in Abschlussklassen, beraten und begleiten die Jugendlichen kompetent in der wichtigen Phase des Übergangs von der Schule ins Berufsleben. Sie schaffen mit ihrer Arbeit zudem sowohl in der Schule als auch in der Wirtschaft Verständnis für die gemeinsamen Anliegen.

Die Aufsichtskommission als Kurs-Anbieterin
Bis Ende 2000 wurden die LBV-Kurse von einer Aufsichtskommission finanziell selbsttragend organisiert. In der Aufsichtskommission waren vier Organisationen vertreten:

  • Kantonale Erziehungsdirektionen der Deutschschweizer Kantone

  • Schweizerischer Verband für Berufsberatung, SVB

  • Arbeitsgemeinschaft der Lehrkräfte für Berufswahlvorbereitung, AGLB

  • Verein Jugend und Wirtschaft

Die von den Trägerorganisationen mandatierten Mitglieder der Aufsichtskommission waren operativ und administrativ tätig. Sie verpflichteten eine Schulungsleiterin / einen Schulungsleiter, waren für die Kursqualität verantwortlich und nahmen  Aufsichtsfunktionen war.

Um ihre Aufgaben erfüllen zu können, bildeten die ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Aufsichtskommission eine einfache Gesellschaft. Es stellte sich aber immer mehr heraus, dass diese Rechtsform problematisch war und die Arbeit behinderte.

Klare rechtliche Verhältnisse: LBV-Stiftung zur Förderung der Weiterbildung von Lehrkräften in Berufswahlvorbereitung
Damit die Aufsichtskommission ihren Auftrag besser erfüllen kann, hat sie per 13. Dezember 2000 mit Sitz in Pratteln eine Stiftung (nach Artikel 80 ff. ZGB) errichtet.

Der Stiftungszweck entspricht vollumfänglich den bisherigen Zielsetzungen: Die Stiftung organisiert berufsbegleitende Kurse, in denen sich Lehrerinnen und Lehrer im Unterrichtsbereich der Berufs- und Laufbahn-Vorbereitung fort- und weiterbilden können. Neben den eigenen Kursen soll zudem die Kooperation mit anderen Kursanbietern gesucht werden.

Der Stiftungsrat, der zugleich auch die Geschäftsleitung der Stiftung inne hat, setzt sich weiterhin aus den Vertreterinnen und Vertreter der Erziehungsdirektionen, des Verbandes für Berufsberatung (SVB), der Arbeitsgemeinschaft der Lehrkräfte für Berufswahlvorbereitung (AGLB) und des Vereins Jugend und Wirtschaft zusammen.

Basel, 20. Januar 2001